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Vorsorge rettet Leben

 

Darmkrebsmonat März:

Vorsorge rettet Leben – Experten des Marienkrankenhauses Kassel raten dringend zur Vorsorgeuntersuchung

Rund 63.000 Menschen sind im vergangenen Jahr neu an Darmkrebs erkrankt. Damit stellt Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland dar, das im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz bei den Neuerkrankungen einnimmt. Dabei ist die Vorsorge denkbar einfach und kann Leben retten. Denn früh genug erkannt, ist Darmkrebs oft heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats März der Felix-Burda-Stiftung, der in diesem Jahr unter dem Motto „...aus Liebe zur Vorsorge" steht, ruft das Marienkrankenhaus Kassel zu Vorsorgeuntersuchungen auf.

(BvT) „Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der frühen Erkennung des Darmkrebs und der
Prognose für eine Heilung", macht der Chefarzt der chirurgischen Klinik des  Marienkrankenhauses Kassel, Privatdozent Dr. Johannes Heimbucher, deutlich. Die Gastroenterologin und Endoskopiespezialistin der Medizinischen Klinik, Frau Dr. Serap Alp-Bastian, ergänzt: „Daher ist die regelmäßige Vorsorge und möglichst frühe Abklärung unklarer Befunde von größter Wichtigkeit und kann lebensrettend sein." Anlass ist der diesjährige Aktionsmonat März, der alljährlich von der Felix-Burda-Stiftung zum Darmkrebsmonat ausgerufen wird und zur Vorsorge aufmerksam machen soll.

Darmkrebs wird oft zu spät erkannt

„Das tückische am Darmkrebs ist, dass er lange Zeit schmerz- und symptomfrei verlaufen kann und oft erst dann bemerkt wird, wenn es zu funktionellen Störungen, Blutungen im Darm oder dem Befall anderer Organe durch Tochtergeschwulste kommt", macht Dr. Alp-Bastian deutlich und ergänzt: „Das verschlechtert die Prognose auf Heilung deutlich." Eine zuverlässige Diagnostik der meist gutartigen Vorstufen im Darm sei nur durch die endoskopische Untersuchung der Darmspiegelung möglich, so die Expertin. Aber auch Ultraschall und Computertomografie kommen zum Einsatz. „Der Vorteil dieser meist ambulanten endoskopischen Vorsorgeuntersuchung ist, dass diese Vorstufen bereits während der Untersuchung entfernt werden können." Darmkrebs entsteht bei den meisten Patienten aus Drüsenzellen der Schleimhaut, die das Darminnere auskleidet. Mehr als 95 von 100 Tumoren entwickeln sich im
End- oder im Mastdarm, nur sehr selten dagegen im Dünndarm. „Die hinteren Darmabschnitte sind endoskopisch sehr gut zu untersuchen, so dass eine Vorsorge-Untersuchung in der Regel unproblematisch verläuft", macht Dr. Alp-Bastian deutlich. Zu raten ist eine regelmäßige Vorsorge alle fünf Jahre ab einem Alter von 50.

Auch in späteren Stadien kann eine OP helfen

„Aber auch hier gilt: Je früher, desto besser", mahnt der chirurgische Chefarzt Dr. Heimbucher, der eng mit den Gastroenterologen der Medizinischen Klinik zusammenarbeitet. Durchgeführt werden die meisten Eingriffe zur operativen Therapie des Darmkrebses im Abschnitt zwischen Blinddarm und Schließmuskel. Zum Einsatz kommen dabei, wann immer möglich, hochmoderne minimalinvasive Verfahren, auf die die Klinik spezialisiert ist. „Dies ist schonend für die Patienten und wirkt sich auch positiv auf eine kurze
Verweildauer im Krankenhaus aus.", führt Dr. Heimbucher aus. Besonders wichtig ist es, während des Eingriffs befallene Lymphknoten zu identifizieren und zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung des Krebses zu verhindern. „Hier ist viel Erfahrung eines geübten Operateurs nötig", macht Dr. Heimbucher deutlich. Welches OP-Verfahren letztendlich geeignet ist, muss aber jeweils individuell entschieden werden und hängt auch vom Stadium der Erkrankung ab. „Treten Notfallsituation wie beispielsweise Darmverschluss, starke Blutungen oder Durchbrüche der Darmwand auf, kann auch eine offene OP unter Notfallbedingungen erforderlich sein", so Dr. Heimbucher und appelliert abschließend: „Damit es aber erst gar nicht soweit kommt, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung unerlässlich und kann Leben retten!"


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