Marienkrankenhaus Kassel
© 2015 Marienkrankenhaus Kassel
eine Einrichtung der Marienkrankenhaus Kassel gGmbH
Marburger Str. 85, 34127 Kassel
Tel.: 0561 8073 - 0, Fax: 0561 8073 - 4000
E-Mail: info@marienkrankenhaus-kassel.de

Geschichtliches

Entstehung

Seine Entstehung verdankt das Marienkrankenhaus dem Ko­mmerzienrat Peter Wegmann, der 1882 in Rothenditmold eine Wag­gonfabrik gründete. 1902 stellte er den drei Schwestern aus dem Haus der Barmherzigen Schwes­tern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda eines seiner Häuser auf dem Rothenberg zur Verfügung. So konnte unter besseren Voraus­setzungen eine gezielte ambu­lante Versorgung der erkrankten Arbeiter und deren Familien statt­finden.

Peter Wegmann übernahm den Unterhalt des Konvents, der dort eine Krankenstation einrichtete, die schon bald ans Ende ihrer Möglichkeiten gelangte. So bot er 1906 dem Mutterhaus ein 10.000 qm großes Grundstück an, um darauf ein Krankenhaus zu betreiben. Darüber hinaus sorgte er für den Ausbau der Straße mit dazugehörigen Versorgungsleitun­gen. Unter diesen Voraussetzun­gen konnte 1911 der erste Spatenstich und die Grundsteinle­gung für den Bau des Kranken­hauses stattfinden. Schon 1913 fand die feierliche Einweihung des Krankenhausgebäudes unter Gebet und Segen statt. Auch weiterhin konnten die Barmherzi­gen Schwestern mit der Unterstüt­zung Peter Wegmanns rechnen. Im ersten Weltkrieg ist es nur selbstverständlich gewesen, das Krankenhaus als Lazarett zu nut­zen, um weiterhin Kranke und Verletzte zu pflegen.

Selbst Rück­schläge im Jahre 1943, als das Krankenhaus fast vollständig zer­stört wurde, konnten Schwestern und übrige Mitarbeiter nicht davon abhalten, ihren Blick nach vorn zu richten. Bis zum Wiederaufbau teilte man sich einen benachbarten Bunker mit dem Diakonissenkrankenhaus. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 konnte der Wiederaufbau beginnen und schon 1948 war es möglich, die letzten Patienten aus dem Bunkerkrankenhaus in das größtenteils neu erbaute Kranken­haus zu verlegen.  

 Marienkrankenhaus

 

 Die historische Fassade des Marienkrankenhaus Kassel

 


Ende der 60er Jahre wurden das Personalwohnheims und eine Krankenpflegeschule mit 60 Plätzen in Betrieb genommen, später wurde auch die Küche um- und das Bettenhaus C angebaut, um steigenden Anfor­derungen zu entsprechen.

Der Anbau zur linken Seite des Hauptgebäudes mit einem hochmodernen Operationsbereich mit 4 Sälen, dem Schlaflabor mit Dachterasse sowie der zentralen Patientenaufnahme - rund um die Uhr auch für Notfälle geöffnet - sowie die Sanierung aller Stationen zu modernen Patientenbereichen mit freundlichem Ambiente und hohem Komfort sind dabei die auffälligsten Neuerungen. Als Ersatz für die "in die Jahre gekommenen" Räumlichkeiten der ehemaligen Krankenpflegeschule konnte Ende 2010 ein neuer Seminarbereich mit moderner Veranstaltungstechnik eröffnet werden. Auf dem Gelände der ehemaligen Schule wurden für Patienten, Besucher und Mitarbeiter weitere Parkflächen geschaffen. Der Empfangsbereich wurde komplett erneuert und im Jahr 2013 wurde ein Bistro fertig gestellt. Im Jahr 2014 wurde das Erdgeschoff im Bereich des Bauteil C saniert und im Bauteil B Räumlichkeiten zur Optimierung des Aufnahmeprozesses geschaffen. 

Die bauliche Weiterentwicklung mit Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen ist weiterhin in vollem Gang. Um der Entwicklung des stetig steigenden Patientenaufkommens gerecht zu werden, wird über den Parkflächen in der Verlängerung des Bauteil C aktuell ein Neubau zur Erweiterung der Kapazitäten für die ambulante und stationäre Patientenversorgung am Gesundheitsstandort Marienkrankenhaus Kassel errichtet.

Unser Haus verfügt heute über 169 Planbetten. Modernste Technik und Instrumentarium in der Diagnostik, im Operationsbereich sowie auf den Stationen, auch hinter den Kulissen, stehen zur Verfügung und werden nach den Erfordernissen der modernen Medizin ständig ergänzt und auf den aktuellsten Stand gebracht, zu Ihrem Wohl.

Das Haus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda gründet 1999 als alleiniger Gesellschafter die St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH, Fulda und übergibt die Trägerschaft ihrer  vier Krankenhäuser (Marienkran­kenhaus Kassel, St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen, Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau) an die gGmbH.

Anfang 2008 wurde unter dem Dach der St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH Fulda die Marienkrankenhaus Kassel gGmbH gegründet. Die Ausgliederung der einzelnen Häuser ist Teil des Konzeptes zur Dezentralisierung der Entscheidungen und Verantwortungen bei gleichzeitiger effizienter Nutzung von Synergieeffekten durch intensive Zusammenarbeit auf den verschiedenen Gebieten des Krankenhausmanagements. Als Geschäftsführer derwurde Herr Dipl. Ges.-Ök. Michael Schmidt bestellt.

Zum 01.01.2014 haben die St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen gGmbH mit der Marienkrankenhaus Kassel gGmbH fusioniert. Die Marienkrankenhaus Kassel gGmbH als Gesellschaft der St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH, Fulda ist nun neuer Träger der beiden Krankenhäuser. Die bereits seit Jahren erfolgte enge Zusammenarbeit der beiden Krankenhäuser, deren Leitungen in Personalunion für beide Einrichtungen verantwortlich waren, erfolgt zukünftig in einer gemeinsamen rechtlichen Gesellschaft.

Im Winter 2015/2016 konnte der Neubau in der Verlängerung des Bauteil C mit Neurochirurgischer und Neurologischer Praxis sowie Räumen für die ambulante Physiotherapie im Erdgeschoss, Schlaflabor mit erweiterten Kapazitäten im 1. OG sowie einer Stationserweiterungen der Ebene 3 mit hochwertig ausgestatteten Wahlleistungszimmern in Betrieb gehen.