Antirefluxchirurgie
Spezialisierte operative Behandlung der Refluxkrankheit
Am Marienkrankenhaus Kassel besteht ein ausgewiesener Schwerpunkt in der operativen Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit.
Die Behandlung richtet sich gezielt an Patientinnen und Patienten mit gesicherter Diagnose, bei denen konservative Therapieverfahren nicht ausreichend wirksam sind oder keine langfristige Perspektive darstellen.
Ziel ist die nachhaltige Wiederherstellung der natürlichen Barrierefunktion zwischen Speiseröhre und Magen durch etablierte minimal-invasive Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung komplexer Verläufe sowie in der Revision und Umwandlung vorbestehender Antireflux-Verfahren.
Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum Nordhessen. Hierdurch ergibt sich eine hohe Expertise in der Behandlung von Patienten mit Refluxerkrankung im Kontext von Übergewicht sowie nach bariatrischen Eingriffen.

Dr. med. Sven Fischer
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Elisabeth-Krankenhaus Kassel
Facharzt für Chirurgie
Wann ist eine operative Therapie sinnvoll?
Eine operative Behandlung kommt in Betracht bei:
- gesicherter Refluxerkrankung
- anhaltenden Beschwerden trotz medikamentöser Therapie
- Unverträglichkeit oder fehlender Langzeitperspektive von Säureblockern
- nachgewiesener Hiatushernie
Die Indikationsstellung erfolgt individuell auf Grundlage klinischer und objektiver Befunde.
Operative Therapie
Die chirurgische Behandlung der Refluxkrankheit zielt auf die Wiederherstellung des physiologischen Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen.
Zum Einsatz kommen etablierte minimal-invasive Verfahren:
- Fundoplicatio (Toupet oder Nissen)
- Rekonstruktion des Zwerchfellhiatus (Hiatoplastik)
Die Auswahl des Verfahrens erfolgt individuell auf Basis der vorliegenden Befunde. Die Eingriffe erfolgen standardisiert laparoskopisch („Schlüssellochchirurgie“) mit guten funktionellen Langzeitergebnissen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung komplexer Voroperationen und implantierter Systeme.
Hierzu zählen:
- Entfernung von magnetischen Antirefluxsystemen (LINX®)
- Explantation ösophagealer Stimulationssysteme (EndoStim®)
- operative Korrektur oder Umwandlung vorbestehender Antirefluxverfahren
- Revisionsoperationen nach Fundoplicatio
Revisionsoperationen stellen komplexe Eingriffe mit erhöhtem Risiko dar und werden ausschließlich bei klarer, objektiv gesicherter Indikation durchgeführt.
Die Entscheidung zur erneuten Operation erfolgt nach sorgfältiger Bewertung der Beschwerden, der vorliegenden Befunde sowie unter Berücksichtigung möglicher funktioneller Störungen.
Nicht jede Beschwerdesymptomatik nach vorangegangener Operation ist durch einen erneuten chirurgischen Eingriff behandelbar.
Bei Patienten mit Adipositas oder nach bariatrischen Eingriffen besteht häufig eine besondere Form der Refluxerkrankung.
In enger Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum Nordhessen am Marienkrankenhaus Kassel erfolgt eine differenzierte Beurteilung.
Zum Spektrum gehören:
- Umwandlungsoperationen bei Reflux nach bariatrischen Eingriffen
- kombinierte chirurgische Therapiekonzepte
- individualisierte Operationsstrategien
Erfahrung und Spezialisierung
Die operative Therapie der Refluxerkrankung erfolgt am Marienkrankenhaus Kassel seit vielen Jahren mit hoher Fallzahl.
Im Bereich der Antirefluxchirurgie wurden mehrere tausend Eingriffe durchgeführt.
Besondere Expertise besteht in:
- minimal-invasiver Antirefluxchirurgie
- Revisionseingriffen
- Systemexplantationen (LINX®, EndoStim®)
- Umwandlungsoperationen bei Adipositas
Die Behandlung erfolgt leitliniengerecht und nach etablierten chirurgischen Standards.

Voraussetzungen für eine Vorstellung
Voraussetzungen für eine operative Beurteilung
Die Vorstellung zur Beurteilung einer operativen Therapie setzt eine abgeschlossene Diagnostik voraus.
Erforderliche Befunde
- Magenspiegelung (ÖGD, nicht älter als ein Jahr)
- gesicherter Nachweis einer Refluxerkrankung
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Ergänzende Diagnostik
Bei Bedarf können durchgeführt werden:
- Ösophagusmanometrie
- 24h-pH-Metrie
Diese Untersuchungen erfolgen ausschließlich zur weiteren Abklärung oder Operationsvorbereitung.
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Hinweis zur Diagnostik
Sollte der Nachweis einer Refluxerkrankung noch nicht erfolgt sein, kann bei entsprechender Fragestellung eine weiterführende Abklärung in der angeschlossenen gastroenterologischen Praxis Dr. med. Gero Moog mit Sitz im Marienkrankenhaus Kassel erfolgen.
Eine Terminvereinbarung erfolgt direkt über die Praxis.
Kontakt
Praxis Dr. med. Gero Moog
Gastroenterologische Facharztpraxis
mit Schwerpunkt Hepatologie
Dr. med. Gero Moog / Dr. med. Serap Alp-Bastian
Praxis im Marienkrankenhaus Kassel
Marburger Straße 85, 34127 Kassel
T (0561) 998 56 780 oder (0561) 8073-1810
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Praxis-Homepage unter:
www.praxis-moog.com
Kontakt und Ablauf
Die Kontaktaufnahme erfolgt bevorzugt per E-Mail:
reflux@marienkrankenhaus-kassel.de
Für die Terminprüfung erforderlich:
- Magenspiegelungsbefund (nicht älter als ein Jahr)
- ggf. weitere Vorbefunde bzw. ärztliche Empfehlung
- kurze Beschreibung der Beschwerden
- ggf. ärztliche Empfehlung
Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt eine Rückmeldung zur weiteren Planung.
Eine telefonische Kontaktaufnahme ist möglich, jedoch wird die strukturierte Anfrage per E-Mail bevorzugt.