Luftnot­zentrum

Luftnot­zentrum

Das Luftnot­zentrum am Marienkrankenhaus Kassel ist eine hochspe­zia­li­sierte inter­dis­zi­plinäre Einrichtung zur statio­nären Aufnahme von Patienten, die an akuter Luftnot leiden.

Das Luftnot-Zentrum ist an der Medizi­ni­schen Klinik des Marien­kran­ken­hauses angesiedelt und umfasst derzeit vier Betten, die für invasive und nicht-invasive Beatmung ausge­stattet sind. Für eine umfas­sende inter­dis­zi­plinäre Diagnostik und Therapie arbeiten erfahrene Beatmungs­me­di­ziner, Pneumo­logen, Kardio­logen, Aller­go­logen, Labor­me­di­ziner und Atmungs­the­ra­peuten Hand in Hand.

Leitung des Zentrums

Motivshootings im Februar und März 2020 für Öffentlichkeitsarbeit

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Bastian
Chefarzt Klinik für Pneumo­logie und Infektiologie
Facharzt für Innere Medizin, Pneumo­logie, Infek­tio­logie, Intensivmedizin

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Prof. Dr. med. Martin Konermann
Chefarzt Klinik für Allge­meine Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin, Kardio­logie, Angio­logie, Inten­siv­me­dizin, Schlaf­me­dizin, Somnologie

Da Luftnot von den Betrof­fenen subjektiv empfunden wird, ist es schwer, eine objektive Aussage über die Schwere einer Luftnot zu treffen. Um hier trotzdem zu einer Aussage zu kommen und Umfang und Dring­lichkeit einer inten­siven Therapie einschätzen zu können, bedienen wir uns der so genannten Borg-Skala, bei der der Patient die subjektiv empfundene Schwere seiner Luftnot angeben kann.

Luftnot wird von den Betrof­fenen nahezu immer als sehr bedrohlich empfunden und kann unter Umständen starke Angst­zu­stände verur­sachen, die eine Luftnot weiter verstärken können. Bis die Ursache einer Luftnot gefunden ist, steht in unserem Zentrum daher immer die schnellst­mög­liche symptom­ori­en­tierte Behandlung im Mittelpunkt.

Luftnot ist vor allem eine subjektive Empfindung, die eine organische Entspre­chung haben kann, aber nicht muss. Denn neben organi­schen Ursachen gibt es auch psychische Zustände wie z. B. Angst­at­tacken, die Luftnot auslösen können. In jedem Fall muss die Ursache einer Luftnot abgeklärt werden, da sich dahinter ernste und sogar lebens­be­dro­hende Krank­heiten verbergen können.

Luftnot kann vielfältige Ursachen haben. Neben psychi­schen Ursachen wie Angst oder Panik kommen auch unter­schied­lichste organische Auslöser in Frage.

Unter den akuten Lungen­er­kran­kungen kann etwa eine Lungen­em­bolie Auslöser für Atemnot sein. Dabei werden Blutgefäße der Lunge durch Blutge­rinnsel verstopft, die sich von einer Thrombose beispiels­weise in den Beinvenen gelöst haben. Die Lunge kann dann ihre Aufgabe des Gasaus­tau­sches nicht mehr erfüllen. Auch andere akute Lungen­er­kran­kungen wie ein Pneum­o­thorax können Atemnot auslösen. Daneben existiert eine Rehe chroni­scher Lungen­er­kran­kungen wie COPD, die mit Atemnot verbunden sind.

Akute Herzer­kran­kungen wie der Herzin­farkt oder seine Vorstufe Angina Pectoris können ebenfalls akute Luftnot auslösen. Auch eine Herzmus­kel­schwäche oder Herzklap­pen­fehler führen zu Luftnot vor allem unter Belastung.

Akute Infek­tionen wie eine Lungen­ent­zündung, aller­gische Reaktionen und schließlich Asthma bronchiale können die Funktion der Bronchen und der Lunge einschränken und Atemnot auslösen.

Daneben kommen eine Reihe weiterer Erkran­kungen wie Blutarmut, Muskel­schwund, Erkran­kungen der oberen Atemwege, bösartige Verän­de­rungen und schließlich auch Überge­wicht als Auslöser für Luftnot in Frage. 

Weiter­füh­rende Informationen: