3. November: Tag der Hernie!

Brüche der Bauchwand, sogenannte Hernien, haben vielfältige Ursachen. So kann eine genetisch bedingte Gewebe­schwäche oder eine Narbe nach großen Bauch­ope­ra­tionen dazu führen, dass das Binde­gewebe der Bauchwand seine Stabi­lität verliert und bei starker Belastung wie durch schweres Heben, starkes Husten oder Pressen reißt. Innere Organe wie Darmschlingen können sich dann durch den entstan­denen Spalt schieben und im schlimmsten Fall zu lebens­be­droh­lichen Kompli­ka­tionen, wie einem Darmver­schluss, führen.


„Brüche der Bauchwand treten in jedem Alter auf“, erläutert Dr. med. Michael Hoffmann, Chefarzt des Herni­en­zen­trums am Marienkrankenhaus Kassel. „Wenn Hernien die Lebens­qua­lität beein­träch­tigen, sollten sie möglichst schnell operativ verschlossen werden, denn ein Bruch heilt niemals von alleine“, betont Dr. Hoffmann.
Zur opera­tiven Therapie von Hernien werden vor allem moderne minimal­in­vasive Verfahren einge­setzt, bei denen der Bruch meist durch ein feines Kunst­stoffnetz verschlossen wird. „Welches Verfahren zum Einsatz kommt, muss indivi­duell entschieden werden.”
Das Herni­en­zentrum am Marienkrankenhaus Kassel wurde bereits vor sieben Jahren von der Deutschen Gesell­schaft für Allgemein- und Visceral­chir­urgie als Kompe­tenz­zentrum für Herni­en­chir­urgie zerti­fi­ziert. Es ist das einzige Krankenhaus der Region, das dieses Quali­täts­siegel der medizi­ni­schen Fachge­sell­schaft trägt. Mit über 1.500 Opera­tionen pro Jahr übersteigt das Kasseler Herni­en­zentrum die gefor­derte Mindest­menge von 200 Eingriffen um ein Vielfaches. Es zählt den führenden Einrich­tungen für Herni­en­chir­urgie in Deutschland. Spezia­li­siert ist das Zentrum auf die Operation aller Formen und Schwe­re­grade von Hernien sowie die operative Therapie der “Sport­ler­leiste“.